Technik einer Haartransplantation

Näheres zum Ablauf einer Haarverpflanzung finden Sie unterHaarverpflanzung Ablauf“.

Ungefähr jeder zweite Mann in den westlichen Ländern ist von Haarausfall betroffen. Gerade jüngere Männer leiden meist sehr darunter, wenn sie für viel älter gehalten werden, als sie in Wirklichkeit sind.
Man(n) kann etwas dagegen tun.

Was ist möglich und was nicht?
 
Eine Eigenhaarverpflanzung ist nur dann möglich, wenn Sie genügend Resthaar besitzen, das verpflanzt werden kann.

Sollten Sie einen krankhaften Haarausfall haben, so ist eine Transplantation nicht möglich.

Wissenswertes
 
Eine Abstoßungsreaktion ist nicht zu erwarten, da es sich um körpereigenes Material handelt.

Ein Erfolg, also wachsendes Haar, ist frühestens nach ca. 12 Wochen erkennbar.

OP- Technik
 
Der Eingriff wird bei örtlicher Betäubung durchgeführt.

 

Die Haare am unteren Hinterkopf haben eine andere genetische Programmierung als die restlichen Haare oben auf dem Kopf.
 
Bei einer Verpflanzung werden die Haare aus diesem unteren Bereich entnommen, und sie nehmen das genetische Programm an die neue Stelle mit. Daher fallen die verpflanzten Haare nicht wieder aus und sie können auch an vorher völlig kahlen Stellen wieder  wachsen.
Von Natur aus wachsen Haare einzeln oder in kleinen Grüppchen von mehreren Haaren. Diese Haargrüppchen nennt man " Follicular units ".
 
Bei der Verpflanzung werden die Haare ebenfalls einzeln oder in kleinen Grüppchen , sogenannten "Grafts" verpflanzt, und zwar individuell entsprechend dem natürlichen Haarschema.
Je nach Anzahl der Haare nennt man diese Grüppchen " Micro - Grafts " oder " Mini- Grafts ".
 
Die beiden weltweit am häufigsten angewandten Methoden der Haarverpflanzung / Haartransplantation sind die FUT- Methode sowie die FUE-Methode.
 
 1. Die FUT-Technik ( Streifenmethode ) :
 
Am unteren Hinterkopf wird ein schmaler waagrechter Hautstreifen entnommen, der ca. 10 -15 cm lang ist. Diese Entnahmestelle wird sorgfältig wieder vernäht und später durch die darüber liegenden Haare verdeckt.
 
Der entnommene Streifen wird unter dem Mikroskop in kleinste Einzeltransplantate, die oben erwähnten " Grafts ", unterteilt.

Diese Grafts werden dann, entsprechend der natürlichen Wuchsrichtung, in die dafür präparierten  Mini-Öffnungen in der Kopfhaut eingestetzt.

Unsere Partner-Klinik in Prag-Radotin bietet die Streifen- Technik (FUT) an.

2. Die FUE-Technik ( Einzelentnahme ) :
 
Bei dieser Methode werden die Haarfollikel einzeln entnommen. Es wird dadurch die feine Narbe am unteren Hinterkopf vermieden, dafür bleiben an den Stellen, an denen die Haarfollikel entnommen wurden, winzige helle Pünktchen zurück. Diese sind allerdings kaum mit bloßem Auge zu erkennen.
 
Auch hier werden dann die zu verpflanzenden Haare entsprechend der Wuchsrichtung in die Mini-Öffnungen in der Kopfhaut eingesetzt.
 
Risiken

Allgemeine Risiken einer Operation

Über eventuelle spezielle Risiken wird Sie Ihr Operateur individuell aufklären.

Nach der Operation

Nach der Haartransplantation sollten Sie für ca. eine Woche größere physische und psychische Anstrengungen  vermeiden. Wir empfehlen Ihnen auch, einige Tage nicht zu arbeiten. 

Ihr Operateur wird Ihnen genaue Verhaltensmaßregeln für die Zeit nach der OP mitgeben, die individuell auf Sie zugeschnitten sind. Er wird Ihnen auch mitteilen, wann fachärztliche Nachkontrollen nötig sind. Diese organisieren wir auf Wunsch gerne für Sie.

Achtung:
Nach der OP fallen die meisten transplantierten Haare zunächst wieder aus. Bitte bekommen Sie keinen Schreck, das ist normal. Erst nach ca. 3-6 Monaten wachsen die Haare wieder.

Wichtig: zwischen 80 und 100 % der transplantierten Haare wachsen an und bleiben lebenslang erhalten.